3 Ängste der KonMari-Methode

Um Ängste zu überwinden muss man mutig sein und das ist eine große Herausforderung. Es gibt so viele Entscheidungen die getroffen werden können. Wenn dies und jedes, könnt ich dies und jenes. Die übermäßige Anzahl an Optionen kann überfordern und das Entscheiden schwer machen. Ängste werden ausgelöst, sich  womöglich für die falsche Richtung zu entscheiden und diese lähmen die Handlungsfähigkeit. Ein wahrer Teufelskreis.

  

Betrachtet man das Wie, also wie schaffe ich den ersten Schritt und dann den Nächsten, nimmt man der Überforderung die Macht und man kommt ins Handeln. 

 

In diesem Video erzähle ich dir, warum die 3 Ängst die ich immer höre unbegründet sind.

 

Video Transcript:

Diese 3 Ängste löst die KonMari-Methode aus

Die KonMari-Methode kann durchaus Ängste auslösen und ich kann das absolut verstehen, weil Marie Kondo selber sagt, man soll rigoros aussortieren und die Dinge einfach weggeben (sie spricht von wegwerfen) und ich kann verstehen, dass man da im ersten Moment sagt: "Oh nein, das mach ich nicht, das ist nichts für mich!" Und dennoch kann ich dich beruhigen; einfach einmal diese Methode testen und für sich selber aufräumen. Die Ängste, welche ich dabei immer wieder höre, sind zum Beispiel:

1. Etwas weggeworfen zu haben, was man irgendwann wieder brauchen könnte

Ich kann ganz ehrlich dazu sagen, mir persönlich ist das noch nie passiert!

Ich habe regelmäßig aussortiert und ich hatte nie das Gefühl, irgendetwas davon wieder mal brauchen zu können. Und was auch noch ein wichtiger Punkt beim Aufräumen ist, das merke ich bei mir selbst aber auch bei meinen Kunden: während dem Aussortieren evaluiere ich, wo liegt mein Wert, was möchte ich behalten, was kann ich weggeben.

 

Man kommt immer wieder auf Dinge, die noch zu erledigen sind. Wird z.B. Kleidung sortiert, merkt man plötzlich, ein Regalfach fehlt, um alles besser nutzen zu können. Bei den Büchern, den Dokumenten oder in der Küche und in der Abstellkammer gilt dasselbe. Man stößt während dem Aufräumen immer wieder auf Dinge, die man schon seit Ewigkeiten vor sich herschiebt und schon lange erledigen wollte (wie z.B. etwas zu reparieren, etwas zum Schuster oder Schneider bringen, ein Regal mehr montieren, usw.). Eben beim Aufräumen kommen diese Dinge, die man schon so lange erledigen wollte und immer wieder vor sich her schob, sichtbarer den je zum Vorschein.

Und wenn man dann soweit ist und den Umbruch merkt, man bekommt den Haushalt, den Besitz wieder in den Griff, alles hat wieder Struktur, man bekommt die Dinge wieder geregelt, die man schon so lange erledigen wollte, wofür aber nie Zeit gefunden wurde ...

 

Eben bei dieser Entscheidungsfindung wirst du bestimmte Sachen und Gegenstände ja niemals weggeben. Ganz im Gegenteil wirst du eher dazu ermutigt und angestupst, Offenes endlich mal fertigzustellen, zu erledigen. Somit wirst du im Prinzip gar nie vor die Wahl gestellt, etwas wegwerfen zu müssen, was du ev. irgendwann noch brauchen könntest. Also kann ich dich beruhigen, dass diese Angst wirklich unbegründet ist, etwas zu bereuen weggegeben zu haben.

2. Mein Zuhause wirkt dann 08/15, wie ein Katalog-Zuhause, das überall gleich aussieht

Aber auch hier kann ich dich beruhigen, es wird nicht der Fall sein. Alle Menschen sind unterschiedlich, alle haben ihre eigenen Charaktere und Interessen.

 

Wenn man beim Aufräumen strukturiert nach den Kategorien von Marie Kondo vorgeht, wird vorerst alles Sentimentale entfernt. Diese Dinge werden beiseite gelegt und man lässt sie bis zum Ende über. Erst ganz am Schluss sortiert man die sentimentalen Gegenstände durch. Und das schöne dabei ist, diese Gegenstände spiegeln die eigene Persönlichkeit wider, die eigenen Werte und Erinnerungen. Alle diese Gegenstände kann man wunderbar nutzen, um z.B. Wände und Regale so zu dekorieren, damit das Eigenheim eine persönliche Note erhält. Damit zeigst du, wer du bist und was dich ausgemacht. Du bist heute so, weil du dies und jenes erlebt hast. Es muss auch nicht alles irgendwo in Schränken verstaut sein. Im Gegenteil, du kannst grad die sentimentalen Gegenstände dazu verwenden, um am Ende ein Zuhause zu haben, das dich widerspiegelt. Teilweise kannst du sie mit etwas Kreativität auch zweckentfremden und es entsteht etwas Neues, das geht wunderbar.

 

Also hier kann ich dich beruhigen, denn am Ende wird es nie ein 08/15 Katalog-Zuhause sein, wo jeder einziehen kann. Im Gegenteil, es wird genau dich, deine Persönlichkeit und deine Ecken und Kanten widerspiegeln.

3. Ein kahles Zuhause zu haben

Diese Angst ist ähnlich wie die zweite. Aber auch hier möchte ich dich beruhigen, denn es muss ja nicht der Fall sein, dass alles in den Schränken verschwindet und du nur noch leere Oberflächen hast. Am Ende des Aufräumprozesses sollst du sagen können, ich habe jetzt alles was mir wichtig ist.

 

Entscheide über den Rest, den ganzen Krimskrams, der über Jahre mit nach Hause gebracht wurde, den man mal geschenkt bekam, von Messen und Ausstellungen mitgebracht wurde, viele Dinge ohne persönliche Bedeutung und ohne richtige Verwendung. Und trotzdem liegen oder stehen sie jahrelang in den Schränken/Regalen herum. Du wirst also vor die Entscheidung gestellt, welche Dinge haben für dich wirklich Bedeutung, welche gefallen dir einfach nur und welche nicht. Du kannst damit wunderbar dein Eigenheim dekorieren und ganz viel Gemütlichkeit schaffen. Alles was für dich Bedeutung und Wert hat, stellst du auf und machst es dir ersichtlich. Und immer wenn du vorbeigehst, rufen sie tolle Erinnerungen hervor und geben dir ein schönes Gefühl.

Diese drei Ängste löst die KonMari-Methode aus, was im Großen und Ganzen für mich unbegründet ist, weil Ängste lähmen anzufangen. Und wenn man sich lähmen lässt, erst gar nicht beginnt und sagt: "Um Gottes willen, das mache ich nicht!", dann lernt man auch nie die Vorteile und Vorzüge kennen, was es bedeutet, wenn man am Ende tatsächlich einmal komplett aufgeräumt hat.

 

Einmal komplett aufzuräumen und einfach auszumisten und wirklich seinen wahren Wert zu evaluieren (persönlichen Wert der einzelnen Gegenstände) hat einfach eine andere Bedeutung, als wenn ich wahllos die Dinge mir ins Eigenheim hole und irgendwo in Regalen und Schubladen verstau. 

Ich weiß, du schaffst es zu deiner Wunschordnung!

Bis dahin, deine

Olivia

 

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