Ordnung im Oberstübchen

Unser Zerebrum, besser bekannt als Gehirn ist schon was Einzigartiges. In unserem Kopf geht´s rund - auch wenn wir Ruhen oder uns entspannen. An was denkst du, wenn du an nichts denkst? Sind deine Gedanken positiv oder eher negativ? Lässt du vergangenes Revue passieren oder bist du zukunftsorientiert am Pläne schmieden? Kreisen deine Gedanken um dich selbst oder sind sie fremdbezogen?

 

Ich gebe dir hier ein paar Tipps wie du leichter abschalten kannst und welche Gedanken womöglich die besseren sind.

Woher kommt das negative Denken?

Es liegt in der Natur der Menschen sich miteinander zu vergleichen. Es können dabei aber leicht Selbstzweifel entstehen, weil "der andere" es deiner Meinung nach viel besser gemacht hat.

  • Soziale Medien: Sie erlauben uns zusätzlich Einblicke in das Leben anderer und machen das Vergleichen noch einfacher. Oft wird ein perfekter Alltag gezeigt der allerdings selten der Realität entspricht.
  • Aktivitäten von Freunden: Deine Freunde oder Bekannten sind unterwegs und du kannst aus verschiedenen Gründen nicht dabei sein? Auch dabei können Unsicherheiten entstehen, die dich glauben lassen nicht gemocht oder ausgegrenzt zu werden.
  • Zu große Auswahl an Konzerten, Messen und Veranstaltungen: Was kann man nicht alles in seiner Freizeit machen? Meine Oma sagte immer: Du kannst nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen! Und sie hat Recht damit. So schwer es erscheinen mag, aber manchmal muss man sich bewusst für bzw. gegen etwas entscheiden. Je öfter man selbstbestimmte Entscheidungen trifft, umso leichter fällt es.
  • Immer "up to date" sein: Wir sind einer permanenten Nachrichtenflut ausgesetzt und alle Infos sind ständig verfügbar. Das verstärkt die Angst, Trends oder Chancen zu verpassen.

Wie kann ich innerlich zur Ruhe kommen?

Sich Zeit für sich zu nehmen, seine Gedanken wahrzunehmen und zur Ruhe zu kommen ist nicht so einfach wie es erscheinen mag.

 

Bei meiner Recherche bin ich auf etliche Tipps gestoßen, die zur Entspannung Yoga empfehlen. Ich habe erst unlängst einen Kurs besucht und kann dies zu 100 % bestätigen. Während den Einheiten konnte ich mich vollkommen entspannen, mich auf meine Atmung konzentrieren und loslassen. Diese Auszeiten haben auch meinen restlichen Alltag positiv beeinflusst. Seit der wöchentliche Unterricht vorbei ist habe ich allerdings noch nie alleine Yogaübungen gemacht. Obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte.

 

Was also tun, wenn Tipp Nr. 1 nicht funktioniert?

  • Auszeit von der Onlinewelt. In der heutigen Zeit fast unmöglich, weil man ja ständig und überall erreichbar ist. Dennoch kann ich dir dieses Dopamin-fasten nur empfehlen. Vielleicht hast du auch schon mal eine Zusammenfassung deiner "Bildschirmzeit" bekommen? Also ich bin dabei sehr erschrocken wie viele Stunden ich an meinem Handy verbringe. Und wozu? Hauptsächlich um mich abzulenken. Aber wovon? Wenn du deine Finger nicht vom Gerät lassen kannst, solltest du das hinterfragen.

  • Um einen klaren Blick auf all deine Gedanken zu bekommen, solltest du sie zunächst mal aufschreiben. Keine Angst - du musst keinen Aufsatz oder ähnliches formulieren. Schreib einfach drauflos - alles was dir in den Sinn kommt. Es kann gern so chaotisch sein wie grade in deinem Oberstübchen. Rauf aufs Papier - raus aus dem Hirn.

  • Analysiere deine Gedanken: Was hast du aufgeschrieben? Worum dreht sich dein Gedankenkarussell? Hast du dir nur notiert, Milch einzukaufen, liegt die Lösung nahe. Oder sind es private und berufliche Sorgen die dich plagen? Findest du keine Ruhe, weil du keine Lösung für etwas findest? Hast du keine Ideen wie du es angehen könntest? Wenn du jedes Problem in deinem Gedankengebäude erkennst, bist du der Lösung schon einen großen Schritt näher gekommen.

  • Input von Außen: Hier spielt das Selbst- und Fremdbild eine wichtige Rolle. Frage mal einen Freund was er an dir schätzt oder was ihm optisch besonders an dir gefällt. Wenn es ein guten Freund ist, kannst du ihn auch darum bitten dir mitzuteilen was seiner Meinung nach deine Mankos sind. Du wirst überrascht sein. Häufig erkennen wir unsere Stärken nicht und die eigenen Unzulänglichkeiten fallen anderen gar nicht auf.

  • Zeit in der Natur kann Wunder wirken, ca. 20 min reichen schon aus. Bei einem Waldspaziergang kann man frische Luft schnappen und mal etwas Ruhe genießen. Nicht jeder Gedanke lässt sich komplett ausblenden. Dinge, die dir unangenehm im Magen liegen werden dir immer wieder in den Sinn kommen. Diese Gedanken gehören also durchdacht. Wenn mich gedanklich was nicht loslässt oder ich auf etwas nicht vergessen will, notiere ich es mir in meinem Google-Kalender. Mir hilft das schon den Kopf frei zu kriegen. 

  • Ausgewogene Ernährung: Du hast es sicherlich auch schon tausende Male gehört, dass die Ernährung dein Leben beeinflussen kann. Und natürlich ist da sehr viel wahres dran. Wenn du mehr auf deinen Körper und dein Hungergefühl achtest, wirst du bald eine positive Veränderung merken. Eines der wichtigsten Dinge: Meide Alkohol und Koffein vor allem vor dem Schlafengehen. Wenn du "Anti-Stress-Nahrungsmittel" suchst, kann ich dir dunkle Schokolade, Haferflocken, Bananen oder Nüsse empfehlen. Auch grünes Gemüse wie Endiviensalat, Avocado, Chinakohl, Spinat und Brokkoli sollten deinen Stresspegel etwas senken.

  • Lächle! Durch einen positiven Gesichtsausdruck werden Glückhormone freigesetzt. Das ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Außerdem kannst du beobachten - wenn du es "öffentlich" machst - dass dir hin und wieder ein Lächeln zurückgeschickt wird.

  • Genügend Schlaf und fixe "Bett-Zeiten": Klingt banal, kann aber ebenfalls lebensverändernd sein. Versuche einen guten Rhythmus reinzubringen und bestenfalls immer um die selbe Zeit aufzustehen. Egal, ob du musst oder nicht.

  • Was du mit einem aufgeräumten Zuhause positives bewirken kannst, kannst du hier nachlesen.

Welches positive Denken schadet

Hier kann man zwischen globalem und spezifischem Denken unterscheiden. Global negativ wäre es zum Beispiel zu sagen: Alle Männer sind Idioten. Spezifisch negativ ist es, wenn man sagt: Mein Mann ist ein Idiot.

Egal ob positiv oder negativ - es ist besser spezifisch zu denken. Beispiele gefällig? Bei deiner Hausparty hat ein Freund über den Durst getrunken und möchte mit seinem Auto nach Hause fahren. Wenn du global positiv denkst ist dein erster Gedanke: Es wird schon nichts passieren. Überlege aber welcher Preis für so eine Entscheidung zu bezahlen ist.

Du hast neben der Arbeit wenig Zeit dich um dein Kind zu kümmern und in deinem Kopf kommen Gedanken auf, dass du ein schlechter Elternteil bist? Das ist global negativ, da mit dem Gedanken "immer" gemeint ist.

Entkatastrophisiere die Situation. Mach eine Liste mit Dingen die du gut meisterst und bei welchen du Probleme hast. Du wirst erkennen, dass du garantiert nicht alles und ständig falsch machst.


Fazit: Emotionaler und körperlicher Stress gehören in gewissem Maß zu unserem Leben dazu und sind auch nicht problematisch. Merkst du allerdings, dass es chronisch wird, kann es auf Dauer deiner Gesundheit schaden. Wenn deine Gedanken immer wieder um die selbe Sache schwirren, kommst du nicht darum herum dich mit ihnen zu beschäftigen. Ich hoffe mit meinen Tipps fällt dir das etwas leichter.

Die Autorin: 

Nina Rainer hat es mit Olivia´s Onlinekurs geschafft, ihr Leben und Zuhause so zu gestalten wie sie es sich wünscht. Nun gibt sie ihre learnings und Know-How in ausführlichen Blogartikeln weiter. Nina ist als Gastautorin für Ordnungsprofi ein echter Zugewinn. Sie lebt mit ihrer Tochter Zoe und Hündin Sally in Bruck an der Mur. Sie ist lebenslustig, liebt es mit der Familie und Freunden Spaß zu haben und ist auch für spontane Aktionen zu haben.

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