„Ich fang an, sobald ich das richtige Heft habe.“
„Ich brauch zuerst eine To-do-Liste.“
„Heute zahlt es sich nicht mehr aus anzufangen.“
Diese Gedanken kommen leise. Fast vernünftig. Und genau deshalb halten sie sich so hartnäckig. Nicht, weil du keine Ordnung willst. Sondern weil dein Kopf versucht, Überforderung zu vermeiden. Bewirkt wird leider das Gegenteil. Schließlich bleibt alles Aufgeschobene bestehen.
In diesem Artikel geht es um die fünf häufigsten Ausreden, die dich davon abhalten, Ordnung zu schaffen – und darum, wie du sie erkennst und entkräftest, ohne dich unter Druck zu setzen.
Ausrede 1: „Ich habe keine Zeit.“
Dein Alltag ist voll, deine Energie begrenzt. Das ist real.
Was dahintersteckt:
Du verbindest Aufräumen mit einem größeren Zeitaufwand und einem sichtbaren Endergebnis.
Warum das blockiert:
Wenn Ordnung nur dann zählt, wenn sie „fertig“ ist, fühlt sich jeder kleine Schritt unbedeutend an.
Was hilft:
Ordnung entsteht nicht durch freie Tage, sondern durch klare Begrenzung. 15 Minuten, ein Bereich, ein Anfang – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Oder versuchs mal mit "nur für die Optik-Ordnung" indem du zB nur alles ablenkende aus deinem Sichtfeld entfernst.
Konkreter Perspektivenwechsel:
Nicht: „Ich habe keine Zeit.“
Sondern: „Wofür reichen mir 15 Minuten heute?“
👉 Passend als Lösung: Tu das, wenn du schnell Ordnung machen willst
👉 Ergänzend: Wo beginnen, um das Chaos zu beseitigen
Ausrede 2: „Ich schaff das eh nicht.“
Vielleicht hast du schon oft begonnen. Und irgendwann wieder aufgehört.
Was dahintersteckt:
Nicht Unfähigkeit, sondern erschöpftes Vertrauen in dich selbst.
Warum das blockiert:
Dein Kopf rechnet mit Enttäuschung und schützt dich davor, sie noch einmal zu erleben.
Was hilft:
Ordnung ist kein Projekt, das man „durchzieht“. Sie entsteht durch viele kleine Entscheidungen – nicht durch Perfektion.
Konkreter Perspektivenwechsel:
Nicht: „Ich muss durchhalten.“
Sondern: „Ich darf/kann jederzeit aufhören – aber ich fange an.“
👉 Passend als Lösung: Aufräumen beginnt im Kopf – 7 Schritte aus dem Mangeldenken
Ausrede 3: „Ich bin halt chaotisch.“
Ein Satz, der vieles erklärt – und gleichzeitig alles festschreibt.
Was dahintersteckt:
Du verwechselst Gewohnheit mit Identität.
Warum das blockiert:
Wenn Chaos zu „dir gehört“, fühlt sich Ordnung fremd oder unrealistisch an. Fast wie ein Betrug an dir selbst.
Was hilft:
Ordnung ist kein Charakterzug. Sie ist ein System, das zu deinem Alltag passen muss – nicht zu einem Idealbild.
Konkreter Perspektivenwechsel:
Nicht: „Ich bin chaotisch.“
Sondern: „Meine Ordnung war bisher nicht alltagstauglich.“
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Ausrede 4: „Es ist gerade so viel los.“
Ja, manche Phasen sind dicht, aber genau dann rutscht Ordnung nach hinten.
Was dahintersteckt:
Du siehst Ordnung als Zusatzaufgabe, nicht als Entlastung.
Warum das blockiert:
Unordnung erzeugt dauerhaften “mentalen Lärm” – auch wenn du ihn nicht bewusst wahrnimmst.
Was hilft:
Nicht alles auf einmal. Kleine Schritte mit weniger Dingen im Blickfeld, weniger Entscheidungen, weniger Reize.
Konkreter Perspektivenwechsel:
Nicht: „Dafür habe ich jetzt keinen Kopf.“
Sondern: „Genau deshalb brauche ich weniger Zeug (mehr Struktur) um mich herum.“
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Ausrede 5: „Ich mach das später.“
Der freundlichste Aufschub von allen.
Was dahintersteckt:
Aufräumen bedeutet entscheiden – und Entscheidungen kosten Energie.
Warum das blockiert:
Du wartest auf einen Moment, in dem es sich leichter anfühlt.
Was hilft:
Nicht auf Bereitschaft warten, sondern klein anfangen.
Konkreter Perspektivenwechsel:
Nicht: „Ich mach das später.“
Sondern: „Ein Teil. Ein Gegenstand – jetzt.“ Motivation entsteht im Tun!
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Fazit: Ein Ja reicht – auch mitten im Chaos. Ordnung beginnt nicht mit Motivation - sie beginnt mit Ehrlichkeit. Mit dem Moment, in dem du dir eingestehst: So wie es ist, kostet es mich zu viel. Du brauchst auch keinen perfekten Start. Nur ein leises, aber klares Ja. Ja zu dir. Ja mit allen Unzulänglichkeiten. Ja – auch wenn es noch unordentlich ist.
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Die Autorin:
Nina Rainer hat es mit Olivia´s Onlinekurs geschafft, ihr Leben und Zuhause so zu gestalten wie sie es sich wünscht. Nun gibt sie ihre learnings und Know-How in ausführlichen Blogartikeln weiter. Nina ist als Gastautorin für Ordnungsprofi ein echter Zugewinn. Sie lebt mit ihrer Tochter Zoe in Bruck an der Mur. Sie ist lebenslustig, liebt es mit der Familie und Freunden Spaß zu haben und ist auch für spontane Aktionen zu haben.






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