Deko oder lästige Staubfänger?

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. So wie man früher Holz- und Keramikteller aus den verschiedenen Regionen mit nach Hause brachte, um als Erinnerungsstück an die Wand zu hängen. So bringt man heute Magneten aus aller Welt mit. Diese hängen dann an Kühlschränken, Dunstabzugshauben oder an Magnettafeln.

 

Rein praktisch gesehen, haben Magnete bestimmt das bessere Los gezogen. Holz- oder Keramikteller sind inzwischen aus der Mode und finden nur noch selten Platz im Haushalt. Was aber mit dem Übrigen? Möbelhäuser und Dekoshops quellen zu Saisonzeiten förmlich über an 'must-have' Dekoration. Jedes Jahr findet ein neuer Trend seine Vorzüge.

 

Neben den gewählten Möbelstücken, trägt erst die passende Deko zum kuscheligen Heimgefühl bei. So kaufen wir uns schöne Dinge und stellen sie auf Möbel und in Schränke. Wir bringen aus Urlauben Andenken mit oder bekommen sogar Mitbringsel geschenkt. Bilder und Wandtattoos werden angebracht sowie Fenster und Schranktüren liebevoll behängt. Der Rest wird in Kisten und Schachteln verpackt und findet seinen Weg in die Abstellkammer, unters Bett oder in den Keller. Die eigenen vier Wände werden daher immer voller.

 

Gehabt zu haben, befreit von haben müssen.

 

Oft sehen wir Deko bei Freunden oder bei der Familie, in Möbelhäusern oder Hotels. Wir denken, 'das hätte ich gern' und bringen die Deko mit nach Hause, um festzustellen, dass sie eigentlich nicht in die Wohnung passt. Meistens wird die Erkenntnis ignoriert und die Deko trotzdem platziert. Irgendwann stellt sich ein unwohles Gefühl ein, ohne zu wissen woher es kommt.

 

Viel ist nicht immer besser! Hier hilft nur die gesamte Dekoration zu entfernen und Schritt für Schritt neu zu gestalten. Immer mit dem Ziel Harmonie im Raum zu schaffen.

 

Hier eine Anleitung von Guido Maria Kretschmer:

Die 'Dos & Don’ts der Raumgestaltung'

 

 

Dem neuen Einräumen geht das Ausräumen voraus. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um mit dem Aussortieren zu beginnen. Sich zu entscheiden, was du behalten willst und was nicht. Dabei solltest du dich hinterfragen: 'warum, will ich das behalten?' und 'passt es zu mir?', 'weil, es..'.

Und nur wenn du von deiner Entscheidung zu 100% überzeugt bist, bekommt deine Deko einen geeigneten Platz.

 

Was passiert, wenn ich mich falsch entschieden habe? Nichts! Denn du hattest dich bereits einmal richtig entschieden, etwas wegzuschmeißen, zu verschenken oder zu verkaufen. Auf diese Entscheidung solltest du vertrauen. Es war immerhin deine Entscheidung, die du mit gutem Grund beim ersten Mal getroffen hast. Vielleicht war es an der Zeit, mit einem Thema abzuschließen, sich endgültig dagegen zu entscheiden oder zu merken, dass man es eigentlich nicht mag.

 

Nun, was ist zu tun, wenn ich meine Deko aussortiert habe? Alles was dir nicht mehr gefällt, könntest du jetzt deinen Freunden weitergeben. Damit kannst du sichergehen, dass du die Dinge eventuell wieder zurücknehmen kannst.

Oder du versuchst deine Stücke online oder auf dem Flohmarkt zu verkaufen. Hier kann ich dich nur auf den Endowment-Effekt aufmerksam machen. Gegenstände in unserem Besitz, messen wir einen viel höheren Geldwert bei, als wenn sie nicht in unserem Besitz wären. Wenn also deine Deko nicht aus Designerstücken und Kunstwerken besteht, ist die Chance recht niedrig, davon reich zu werden. Wenn du viel aussortiertes hast und du dir die Arbeit, alles online oder auf dem Flohmarkt zu verkaufen ersparen willst, dann spende. Es gibt verschiedene Möglichkeiten deine gut erhaltenen und funktionierenden Dekoelemente zu spenden. Zum Beispiel an Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Altersheime, Carla, VinziShop oder SOS Kinderdorf. Allesamt freuen sich bestimmt über Deko-Spenden, aber bitte vorher telefonisch abklären. Eine Kontaktliste findest du hier. Kaputtes, das nicht mehr repariert werden kann kommt bitte in den Müll. Als alternative gibt es in manchen Städten ehrenamtlichen Mitarbeiter welche ihre handwerklichen Dienste in Reparatur Cafés anbieten. Hierzu erkundige dich bitte in deinem Bürgerbüro.

 

Deko die du behalten willst aber nicht zur Saison passt, kannst du ganz einfach nach Saison- oder Dekothema sortiert in Kisten verstauen. Hier findest du ein paar hilfreiche Systeme. Mein Tipp, die Box für die Weihnachtskugeln.

 

Fazit:

Dekoelemente verpassen deinen vier Wänden den richtigen Flair und Charme, der dich und deine Familie widerspiegelt. Wähle also nur die Dinge aus, mit welchen du dich umgeben möchtest. Diese wirst du automatisch pflegen und haben so keine Chance zum verstauben.

 

Erst akribisch aussortieren, dann wieder platzieren - et voilá - neues Wohlgefühl.

 

Hast du noch Fragen oder Tipps, dann schreibe sie in die Kommentare, ich freue mich.

 

Ich weiß, du schaffst es zu deiner Wunschordnung!

Bis dahin, deine 

Olivia

  

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