Backsachen sortieren: 3 praktische Tipps

Ich backe irrsinnig gerne. Heute - jetzt. Früher dachte ich nur, dass ich es gerne mache. Meine besten Kreationen waren damals nämlich hauptsächlich in meinem Kopf. Immer dann, wenn ich bei Tedi, Action oder dergleichen eine skurrile Backform oder lustige, bunte Zutaten gesehen und anschließend gekauft hab. Zu Hause landeten die Utensilien dann - vorübergehend - in einem Kasten oder einer Schublade wo grade Platz war. Und wenn ich dann eine Backsession starten wollte, fand ich die Teile meist nicht mehr.

 

Erst beim Ordnungskurs offenbarte sich mir, wie gut ich tatsächlich backtechnisch ausgestattet war. Ich habe mich von unzähligen Ausstechern, kaputten Förmchen und teilweise auch abgelaufenen Zutaten getrennt und Ordnung in meine “Back-Kategorie” gebracht.

 

Wenn auch du deine Backliebe neu entfachen und wissen willst wie du deine Backsachen optimal unterbringen kannst, habe ich hier ein paar Inspirationen für dich.

Wozu backen? Backe ich wirklich gerne?

Einer der besten Aspekte beim Backen ist, dass es immer etwas gibt, was du machen kannst, wenn du alle Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker, Butter und Eier zu Hause hast. Außerdem kann Backen eine wunderbare Möglichkeit sein, deine kreativen Fähigkeiten auszuleben und anderen eine Freude zu bereiten. Wenn du Kinder hast, die dir beim Zubereiten helfen, hat es noch den pädagogischen Nebeneffekt, dass sie dabei lernen sich auf konkrete Aufgabenstellungen zu konzentrieren. Beim Abwiegen der Zutaten kriegen sie ein Gefühl für Mengen und ein Gespür für verschiedene Konsistenzen.

 

Bei all den tollen Dingen die das Backen mit sich bringt, solltest du dich aber dennoch fragen:

  • Wie oft backe ich wirklich?
  • Wie viel Zeit habe ich fürs Backen?
  • Was backe ich gerne? Einfache Becherkuchen oder hoch-komplexe Hochzeitstorten?
  • Backe ich nur zu speziellen Anlässen oder Jahreszeiten?
  • Macht es mir Freude oder ist es eher eine Verpflichtung für mich?

Je nachdem wie deine Antworten ausfallen, kannst du dich auch danach organisieren. Wenn du zum Beispiel ein passionierter Keksbäcker bist, aber den Rest des Jahres dein Backofen kalt bleibt, brauchst du dein Backequipment natürlich auch nicht griffbereit zu verstauen. Wenn du allerdings ein leidenschaftlicher Hobbybäcker oder -bäckerin bist, dann weißt du sicherlich, wie wichtig die richtige Organisation deiner Backsachen ist. Es ist frustrierend, wenn du inmitten des Backprozesses etwas Bestimmtes sucht und es einfach nicht finden kannst.

Wie Backzubehör und Zutaten aufbewahren?

Auch hier helfen - ganz nach KonMari™ - Kategorien beim Ordnung schaffen.

 

Räume dazu erstmal alles was du an Backutensilien hast an einen Ort. Wie schon erwähnt, war es erstaunlich was sich bei mir in den Jahren alles angesammelt hatte. Allein Keksausstecher hatte ich über 50 Stk. Und das teilweise mit den gleichen Formen!

 

Sortiere also das kaputte, doppelte oder unbrauchbare Backzubehör und abgelaufene Backzutaten aus. Jetzt hast du auch einen besseren Überblick wieviel Platz du tatsächlich benötigst. Was danach noch übrig bleibt, kannst du in weitere Unterkategorien unterteilen. Diese sind ...


1. | Backutensilien (non food)

Backformen, Ausstecher, Kuchentransportbox und Co. übersichtlich und platzsparend untergebracht.

 

Überlege dir zuerst ob du wirklich alles benutzt oder ob du dich nicht ohnehin immer für dieselben Boxen/Formen entscheidest. Vielleicht ist es an der Zeit sich auch von einigen zu trennen?

 

Am besten aufbewahrt sind deine Backbleche und -formen senkrecht in einer ausziehbaren Schublade extra für diese. Hast du nicht den Platz oder die notwendigen Ressourcen, reicht auch eine große Klappkiste für die Speisekammer um alles geordnet und leicht zugänglich zu halten.

 

In einem Küchenschrank kannst du dir mit einem Büro-Aktenhalter (auch Ordnerhalter oder Stehsammler genannt) Abhilfe verschaffen, um die Bleche und Kuchenformen senkrecht zu verstauen. So hast du die benötigte Form immer gleich zur Hand.

 

Je nachdem wie viele Kuchentransportboxen, Tupperware und Kuchenformen du hast, kannst du sie auch ineinanderstapeln (rund in rund, eckig in eckig, herzförmige in herzförmige). Der Nachteil daran ist, dass du dann erst alle herausnehmen musst, wenn du nur einen brauchst. 

 

Für Dinge wie Schneebesen, Teigschaber, Backpinsel, Teigschneider oder -rädchen, Kuchenheber, Spritzbeutel, Tüllen, Keksausstecher, Nudelholz (Teigroller) und Backpapier eignet sich am besten eine Bestecklade zur Aufbewahrung.

 

Muffinförmchen sind ein toller Hingucker in einem Spaghettiglas. Und man kann sie dort auch leicht entnehmen.

 

Wenn du auch Ordnung in deine Rezeptsammlung bringen möchtest, kann ich dir den Blog "On- & Offline Methoden um deine Rezepte zu ordnen" empfehlen.

2. | Backzutaten (Bakery)

In dieser Kategorie kommen alle (essbaren) Dinge zusammen, die du fürs Backen brauchst. Wenn du hier deine Ordnung hast, reduzierst du damit auch die Lebensmittelverschwendung, da du immer weißt, was du lagernd hast oder was aufgebraucht werden sollte. Folgende Backzutaten sind für die Aufbewahrung im Kühlschrank gedacht:

  • Butter
  • Milch (H-Milch)
  • Frischhefe
  • Joghurt und pflanzliche Alternativen
  • Margarine
  • Sahne
  • Eier

Falls dein Kühlschrank mal wieder ein Makeover benötigt, findest du Hilfe im Blog "Ordne deinen Kühlschrank in 6 Schritten".

 

Die bevorzugte Vorratshaltung der restlichen Backzutaten ist trocken, luftdicht und lichtgeschützt. Das lässt sich am besten bei einer Aufbewahrung in einer kühlen Vorratskammer, einem trockenen Keller oder einem simplen Küchenschrank bewerkstelligen. Ich verwende dafür ein kleines Plastikkörbchen welches in meiner Speisekammer steht und dass ich mit "Bakery" beschriftet habe. Deine Back-Grundausstattung könnte bestehen aus:

  • Vanillezucker
  • Backpulver
  • Trockenhefe
  • Sahnesteif
  • Vanilleschoten (geringe Haltbarkeit - evtl. Aufbewahrung im Gefrierschrank)
  • Gelatine oder Agar Agar
  • Puddingpulver
  • Nüsse und Kerne (tiefgekühlt bis zu 1 Jahr haltbar)
  • Natron
  • Lebensmittelfarbe
  • kleine Flasche Rum/Rum Aroma
  • Kuvertüre/Kochschokolade (nicht im Kühlschrank lagern - zu feucht)

Um die Backzutaten Mehl, Zucker, Backkakao und Schokoladenstückchen aufzubewahren, kannst du alte Glasbehälter oder Einmachgläser verwenden. Sie sehen nicht nur toll aus, sondern halten die Zutaten auch noch frisch. Tipp: Bei korrekter Lagerung kannst du Mehl noch lange über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus verwenden. Vollkornmehl wird hingegen schnell ranzig (nur ca. 8 Wochen haltbar).

3. | Streussel & Deko

Hier ist der Name Programm. Da kommt alles dazu, womit man das Backwerk verschönern und aufhübschen kann.

  • Zuckerschrift-Stifte,
  • Streusselbox(en),
  • Tortenguss,
  • Tortenaufleger,
  • Fondant und Marzipan: in Folie schlagen und in eine luftdichte Dose legen

Personalisierte Etiketten verleihen dem ganzen einen individuellen Touch. Beschrifte die Gläser und Behälter mit selbstgemachten Schildern oder mit einem Kreidemarker. Wenn die Aufbewahrung nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend ist, macht das Backen noch viel mehr Spaß!

Fazit: Ich liebe backen. Jetzt noch mehr als früher. Ich finde immer alles dort wo es “hingehört” und kann sicher sein, alle Zutaten zu Hause zu haben die ich brauche. Mit meiner Tochter zusammen zu backen macht noch mehr Spaß und es ist eine Freude mit anzusehen, wie schnell sie lernt bald alleine für mich zu backen ;oD

Die Autorin: 

Nina Rainer hat es mit Olivia´s Onlinekurs geschafft, ihr Leben und Zuhause so zu gestalten wie sie es sich wünscht. Nun gibt sie ihre learnings und Know-How in ausführlichen Blogartikeln weiter. Nina ist als Gastautorin für Ordnungsprofi ein echter Zugewinn. Sie lebt mit ihrer Tochter Zoe in Bruck an der Mur. Sie ist lebenslustig, liebt es mit der Familie und Freunden Spaß zu haben und ist auch für spontane Aktionen zu haben.

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